Nachdem ich Ecuador mit den wunderschoenen Galapagos Inseln ueberlebt und genossen habe, bin ich nun ueber mehrere verspaetete Fluege (Verspaetung von 24h!) nach Venezuela, um genau zu sein, nach Maturin geflogen und traf Andi, den ich noch aus Studienzeiten in Mannheim kenne, um mit ihm und seiner Freundin Valeria ein paar nette Tage im Osten von Venezuela zu verbringen.
Well, die Ankunft in Maturin haette nicht besser laufen koennen. Nach verspaeteten Fluegen in Quito und Bogota sowie einer Nacht am Flughafen in Caracas, war ich bereits 28h unterwegs bevor ich in Maturin eintraf. Das Handynetz vom Andi machte schlapp und so wusste ich erstmal net wo hin mit mir und hatte eigentlich die Hoffnung aufgegeben, dass ich Andi am selben Tag noch sehen werde, da ich nicht wusste wo er war und er von mir auch keine Adresse hatte. Also erst mal ins Zentrum von Maturin und nen Hotel gesucht. Gerade in dem Moment als ich bezahlen will, steht Andi im Eingang des Hotels. Fragt mich nicht, wie er das rausgekriegt hat. Maturin ist die sechst groesste Stadt in Venezuela und es gibt mit Sicherheit mehr als tausend Hotels. Aber Andis Kontakte hier in Venezuela scheinen gut zu sein.
So, vielleicht mal kurz zur aktuellen Situation vom Herrn Kommert:Er lebt hier im Osten von Venezuela seit ca. 1,5 Jahren mit einem huebschen Maedel namens Valeria. Die Eltern von Valeria sind beide Professoren an der Uni und gehoeren damit zur Oberschicht von Venezuela. Dementsprechend gut geht es der Familie. Gut heisst, sie besitzen ein ansehnliches Haus plus Dienstmaedchen, weiterhin ein Wochenendhaus in den Bergen und ein nettes Haeuschen am Strand in der Naehe vom Mochima National Park, einem der besten Orte mit unzaehligen von sauguten Straenden. Alles in allem also nicht schlecht. Hat sich der Andi das richtige Maedchen plus Familie geangelt.
So, Andi, Valeria, Mama plus ich sind dann auch gleich ins Haeuschen in die Berge um dann ein wenig die Berge zu besteigen, einen netten Wasserfall zu finden. Well, am Wasserfall, durfte ich dann live dabei sein, wie Andi der Valeria nen Heiratsantrag gemacht hat. Hach, romantisch, Ich war dabai dann soetwas wie der offizielle Fotograf. Que bien! Andi ist nun momentan mit Valeria in Deutschland und wird sie demnaechst dann ehelichen. Herzlichen Glueckwunsch. Ein sehr ruehrendes Erlebnis! Also, nachdem wir ausgiebig geplanscht haben sind wir zurueck und haben am Abend die Landesspeise „Arepas“ zu bereitet, dank eines hervoragenden Kochkurs von Valeria, weiss ich jetzt sogar wie es funktioniert und koennt es oooch. Arepas gehoeren hier zum Hauptnahrungsmittel und bestehen aus Wasser, Salz und Maismehl. Mit einem Salad aus Thunfisch, Mayo, Petersilie und Tomaten wirklich hervoragend!
Ebenfalls angesehen haben wir uns die Hoehle der Guacharos, so ne Art Eulen, welche wie Fledermaeuse sich auch im dunkeln orientieren koennen. Die groesste Hoehle in Venezuela, welche von Alexander von Humboldt entdeckt wurde. Riesig und zappenduster. Die Hoehle muss irgendwas um die 1000m lang sein und ist wirklich sehenswert. Am naechsten Tag sind wir dann zu der Puerta de las Miraflores gefahren, eine Art Canyon mit sehr schoenem Fluss.
An dieser Stelle vielleicht noch ne Randnotiz zu den Sachen, die mir Andi hier im Osten von V gezeigt hat. Das wirklich schoene an Venezuela ist, dass viele Sachen noch nicht wirklich erschlossen sind und sich nicht wirklich viele Touristen im Land aufhalten bzw. gut ueber das Land verteilen. Durch diese Unerschlossenheit sind viele Sachen, die man sich ansehen will, noch wirkliche Abenteuer. Zum Wasserfall zum Beispiel mussten wir ca. 2h ueber Stock und Stein laufen, wobei die letzten 45min nur daraus bestanden nicht den Abhand bzw. den Berg runter zu fallen und sich einigermassen gediegen zum Wasserfalls zu begeben. Um zum Puerta de las Miraflores zu gelangen mussten wir einen Fluss entlang laufen und ihn fuenfmal teils halsbrecherisch ueberqueren. Meint, wir sind mit samt unseren Sachen fuenfmal im Wasser gestanden und ich musste meine Cam mit dem Mund ueber den Fluss transportieren damit sie nicht nass wird und damit ich zwei Haende frei hatte um nicht weggespuelt zu werden. Lustig.
Danach ging es dann an die Kueste um ein wenig Zeit am Strand zu verbringen. Ja, ich kann eigentlich nicht mehr schreiben, als dass es meinem Spanisch wirklich gut getan hat, eine Woche mit der Familie vom Andi zu verbringen und dass die Zeit super war. Zwar sind die Venezuelaner am Anfang etwas kaelter als zum Beispiel die Ecuadorianer, doch wenn man ein wenig Zeit mit ihnen verbringt, sind sie super freundlich und man gehoert dann auch fast schon zur Familie.
Den letzten Tag gab es dann auch noch ein kleines Abschiedsfest fuer Andi und Valeria, da sie, wie schon geschrieben fuer ca. 3 Monate nach Deutschland gehen und Andi der Valeria das schoene Deutschland zeigt. Es wurde gut getrunken und der sonst so ruhige Vater lies Andi und mich zum Schluss seine gesamte Schnapssammlung probieren: Ueber Mandarinenschnaps bis hin zum Schokoliquoer! Excellente!!!! Die Zeit mit Andi ging schnell vorbei und war wirklich einmalig. Danke an dieser Stelle!
Schlagworte: Cuave de Guacharos, Maturin
November 19, 2008 um 12:01
bist du da etwa nackig…hmmmm….muy bien!
gruessle aus peru…bissl kalt hier in der nacht, aber schick!
November 27, 2008 um 7:44
Mein Tommy,
wie schoen, dass du ein positives Fazit ziehst und dir die Zeit in meiner zweiten Heimat gefallen hat.
Wenn ich deine Blogs lese, merke ich, dass du eine Menge gelernt hast. Nun bin ich etwas entspannter, denn ich weiss, dass du dein Abenteuer Heil ueberstehst. Bald kennst du Suedamerika auch wie deine Westentasche.
Ich wuensche dir weiterhin spektakulaere Erlebnisse auf dem Kontinent der unbegrenzten Moeglichkeiten.
Gruesse aus der Heimat senden dir,
Andreas & Valeria